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AI im Bewerbungsprozess: Klagen stellen automatisierte Auswahl infrage

TL;DR

In Kalifornien klagt die Produktmanagerin Erin Kistler gegen Eightfold AI, einen Anbieter von Software zur automatisierten Bewerberauswahl. Kistler berichtet, sie habe sich über vier Jahre bei Unternehmen wie PayPal, Microsoft und Netflix auf Tausende Stellen beworben, ohne ein einziges Vorstellungsgespräch zu erhalten. Ihre Sammelklage argumentiert, dass solche Systeme Bewerberprofile und Erfolgschancen bewerten, ohne die Betroffenen ausreichend zu informieren oder ihnen eine Prüfung und Anfechtung zu ermöglichen.

Nauti's Take

Die Klagen sind auch ein Fortschritt, weil sie zum ersten Mal klare Anforderungen an automatisiertes Screening erzwingen, und ein sauber dokumentiertes System macht Auswahlentscheidungen nachvollziehbarer als reines Bauchgefühl. Das Risiko ist unverändert hoch: Wo Ablehnungsgründe nicht protokolliert werden und kein Mensch eingreift, wird aus einem Effizienztool ein Rechtsproblem.

Wer Recruiting-Software einkauft, sollte Audit-Logs, Löschfristen und Einspruchswege schriftlich zusagen lassen.

Quellen