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AI-geschönte Immobilienfotos: Housefishing wird zum Risiko für Makler und Käufer

TL;DR

Der Guardian beschreibt „housefishing“: Immobilienfotos werden mit AI nachgeschärft, möbliert, begrünt, entmüllt oder mit Sonnenuntergang inszeniert, damit Häuser auf Rightmove, Zoopla und Instagram stärker auffallen. Ein Winkworth-Fall zeigt das Problem: Ein Käufer sah online ein aufgehübschtes Haus, vor Ort wirkte es kleiner und schlechter, sogar ein Kaminzug soll in den Bildern verschwunden sein. Die Agentur entfernte die Fotos und verwies auf Kennzeichnung.

Nauti's Take

Housefishing ist ein gutes Beispiel dafür, warum AI-Kennzeichnung allein zu schwach ist. Ein kleines Label hilft wenig, wenn das Bild den ersten Eindruck, den Besichtigungstermin und die Preisfantasie schon gesetzt hat.

Sinnvoll wäre eine klare Trennung im Listing: echte Fotos zuerst, AI-Visualisierungen separat und sichtbar markiert. Wer reale Mängel wegretuschiert, verkauft keine Vision, sondern verschiebt Recherchekosten auf Käufer.

Einordnunganzeigen

AI macht aus teurer Bildbearbeitung ein Massenwerkzeug für jeden Immobilienmakler. Damit verschiebt sich der Streit von schöner Präsentation zu Beweiswert: Kann ein Käufer dem Bild noch entnehmen, was er wirklich besichtigt? Besonders kritisch wird es, wenn schlechte Fotos nicht nur verbessert werden, sondern Kosten, Mängel oder Lageprobleme unsichtbar machen.

Quellen