9 / 3459

AI-Boom treibt Hersteller zu mehr PFAS-Produktion, warnen Umweltschützer

TL;DR

Die meisten der zehn größten PFAS-Hersteller wollen ihre Produktion ausbauen und begründen das mit der Nachfrage aus der AI-Industrie. Das zeigt eine Erhebung der schwedischen Chemikalien-Organisation ChemSec. Die Ewigkeitschemikalien stecken in der Halbleiterfertigung und in neuen Kühlsystemen, bei denen Server in PFAS-Flüssigkeit getaucht werden. Daikin plant einen eigenen Datacenter-Hub, Arkema baut in Kentucky eine neue Anlage für 60 Millionen Dollar.

Nauti's Take

Immersionskühlung spart Energie und Wasser, und genau diese Effizienz braucht die AI-Infrastruktur dringend. Das Problem sind die Stoffe dahinter: PFAS bauen sich praktisch nie ab, und jede neue Anlage verlängert eine Abhängigkeit, die Europa gerade regulatorisch zurückfahren will.

Dass BASF und Archroma aussteigen, zeigt, dass Alternativen machbar sind. Wir sehen hier eine Chance für PFAS-freie Kühlflüssigkeiten.

Wer Datacenter plant oder Hosting einkauft, sollte die Kühltechnik schon jetzt als Compliance-Risiko mitbewerten.

Quellen